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Energiekonzerne

Nicht nur die vier großen deutschen Energiekonzerne RWE, E.on, Vattenfall und EnBW planen und bauen in Deutschland neue Kohlekraftwerke auch Unternehmen, wie der deutsche Mischkonzern Evonik oder die Mitteldeutsche Braunkohle-gesellschaft (Mibrag) wollen im Geschäft mit Kohlekraftwerksbauten mitverdienen – auf Kosten des Klimas. Sogar über 100 Stadtwerke und kommunale Energieversorger hängen dem Irrglauben an, Investitionen in neue Kohlekraftwerke wären zukunftsträchtig.

Aufgrund der kohlefreundlichen Gesetzgebung in Deutschland sind auch Energiekonzerne aus dem europäischen Ausland am Klimakiller-Boom in Deutschland beteiligt, ganz vorne dabei sind z.B. der international tätige Energiekonzern GDF Suez mit Hauptsitz in Frankreich oder die Schweizerische Repower (früher Rätia Energie) aus Graubünden. In Ländern wie Dänemark, Schweden oder der Schweiz verunmöglichen Effizienz- oder Klimaschutzvorgaben den Bau neuer Kohlekraftwerke.  

BKW Energie AG

Hintergrund

BKW aus Bern ist einer der führenden Energiekonzerne der Schweiz. Mehrheitsaktionär ist mit 52,5 Prozent der Kanton Bern, 21 Prozent gehören E.on. Die Berner Politik setzt sich grundsätzlich für erneuerbare Energien ein und kritisiert die Investition in Dörpen. Für den Bau des Kohlekraftwerks in Dörpen hat die BKW das Tochterunternehmen STKW Energie Dörpen GmbH & Co. KG gegründet, an der sich EnBW seit März 2009 mit 75 Prozent beteiligt. Für den geplanten Bau wurde BKW mit dem Negativpreis "Public Eye Award" ausgezeichnet. In Wilhelmshaven ist BKW zu einem Drittel an dem von GDF Suez geplanten Kohlekraftwerk beteiligt. Neben den Kohlekraftwerken in Deutschland will die BKW in der Schweiz auch ein neues Atomkraftwerk bauen.

Dow Chemical

Hintergrund

DOW Chemical aus den USA ist einer der größten Chemiekonzerne der Welt. In Stade betreibt DOW Chemical ein Chemiewerk mit hohem Energiebedarf. Der Strom soll in Zukunft aus einem neuen Kohlekraftwerk geliefert werden. Ursprünglich war der Energieversorger EnBW an der Planung beteiligt, ist aber im Juli 2009 ausgestiegen. Nun will DOW Chemical das Kohlekraftwerk alleine bauen.

DOW Chemical steht auch für eines der dunkelsten Kapitel der Chemieindustrie. DOW Chemical ist der Mutterkonzern von Union Carbide, der Firma, die den schwersten Chemieunfall der Geschichte verursacht hat. Im indischen Bhopal starben 1984 bis zu 20.000 Menschen durch Freisetzung von Chemikalien aus einer Union-Carbide-Fabrik. DOW Chemical weigert sich bis heute die Angehörigen der Toten und die etwa 500.000 Verletzten zu entschädigen.

EnBW AG

Hintergrund

EnBW ist einer der vier großen Energiekonzerne in Deutschland. Hauptaktionäre sind mit jeweils 45 Prozent der französische Atomkonzern EdF und die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke, ein Zusammenschluss von Kommunen und Gebietskörperschaften aus Baden-Württemberg. Die Kraftwerksleistung beträgt insgesamt 12.600 MW und stammt zum großen Teil aus vier Atomkraftwerken (AKW). Der Anteil der erneuerbaren Energien beträgt nur 7,5 Prozent. Im Atomkraftwerk Philippsburg kam es 2001 zu zwei Störfällen. Jahrelang wurden Sicherheitsvorschriften missachtet. Die Behörden ordneten eine zeitweilige Abschaltung des AKW an, zwei EnBW-Vorstände mussten zurücktreten. In Baden-Württemberg betreibt EnBW mehrere Steinkohlekraftwerke, zudem ist der Konzern an dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf (Sachsen) beteiligt. Ihren Strom verkauft EnBW bundesweit über die beiden Marken „Yello“ und „NaturEnergie“. Auch ist EnBW an über 40 kommunalen Stromversorgern beteiligt, unter anderem in Düsseldorf und Mannheim, wo ebenfalls Kohlekraftwerke geplant werden.  

E.on AG

Hintergrund

E.on ist nicht nur in Deutschland, sondern nach eigenen Angaben auch weltweit der größte private Strom- und Gaskonzern. E.on ist in mehreren Ländern Europas, in den USA und in Russland aktiv. Fast die Hälfte des E.on-Stroms in Deutschland stammt aus Kohlekraftwerken, ein weiteres Drittel aus Atomkraftwerken. Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt unter 10 Prozent.

Der Strom wird über die Regionalgesellschaften E.on Avacon, E.on Bayern, E.on edis, E.on Hanse, E.on Mitte, E.on Thüringer Energie und E.on Westfalen Weser vertrieben. Zusätzlich hatte E.on über die Tochtergesellschaft Thüga Anteile an über 100 lokalen Strom- und Gasversorgern. Im November 2008 hat der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil entschieden, dass E.on und RWE durch diese Beteiligungen eine „marktbeherrschende Stellung“ ausüben und sich so Absatzgebiete sicheren würden. Weitere Beteiligungen wurden von dem Gericht verboten. Die Anteile an der Thüga wurden von E.on 2009 verkauft.

Energieversorgung Niederösterreich (EVN AG)

Hintergrund

EVN ist ein Strom- und Gasversorger aus Österreich. Mehrheitsaktionär, mit 51 Prozent, ist das größte österreichische Bundesland Niederösterreich. Weitere 35 Prozent gehören dem deutschen Energiekonzern EnBW. EVN ist in den vergangenen Jahren vor allem in Süd-Ost-Europa expandiert. Jetzt will das Unternehmen auf dem deutschen Markt einsteigen und sich mit 49 Prozent am Bau des Steinkohlekraftwerks Duisburg beteiligen.  

Evonik-Steag

Hintergrund

Die Evonik Industries AG ist ein deutscher Industriekonzern, der in den Branchen Chemie, Energie und Immobilien tätig ist. Evonik wurde 2007 aus dem Kerngeschäft der RAG-Kohle ausgegliedert. Im Geschäftsfeld Energie ist der Konzern unter dem Namen Evonik Steag GmbH tätig. Evonik Steag sieht seine Kernkompetenzen in der „Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb von fossilen Kraftwerken“. Evonik betreibt fünf Steinkohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen und im Saarland mit 7.300 MW Leistung. Weitere Kohlekraftwerke befinden sich auf den Philippinen, in der Türkei und in Kolumbien. In Deutschland ist Evonik der fünftgrößte Stromerzeuger. Im Dezember 2010 wurde bekannt, dass ein Stadtwerkekonsortium 51% der Steag-Anteile von Evonik übernimmt. Die beteiligten Städte Dortmunder, Oberhausen, Bochum, Essen, Dinslaken und Duisburg wollen die Steag zur größten kommunalen Erzeugungsplattform in Deutschland ausbauen, handeln sich damit aber auch mehrere Kohlekraftwerke ein.

Der Chemiepark Marl wird von dem Tochterunternehmen Infracor GmbH betrieben. Infracor will in Marl ein Steinkohlekraftwerk errichten. Bei den aktuellen Kraftwerksplänen hat Evonik bereits zwei Rückschläge erlebt. In Quierscheid (Saarland) wurden die Pläne für ein neues Steinkohlekraftwerk im Sommer 2007 wegen der Proteste von Bürgern aufgegeben. Die Pläne für ein Steinkohlekraftwerk in Herne (Nordrhein-Westfalen) wurden Anfang 2008 wegen gestiegener Kosten zurückgestellt.

GDF Suez

Hintergrund

GDF Suez ist ein international tätiger Energiekonzern mit Hauptsitz in Frankreich. Der Konzern ist 2008 aus dem Zusammenschluss des staatlichen Gasversorgers Gas de France mit dem Konzern Suez entstanden. Zum Konzern gehört unter anderem der belgische Energiedienstleister Electrabel. Bis Januar 2009 war GDF Suez unter diesem Namen in Deutschland tätig, der neue Name lautet GDF Suez Energie Deutschland AG. Bisher betreibt GDF Suez hierzulande drei Gas-, aber keine Kohlekraftwerke. In Jena, Wuppertal und im Saarland sind sie an regionalen Energieversorgern beteiligt. Zunächst sollten in Norddeutschland zwei Kohlekraftwerke gebaut werden, nun plant GDF Suez die Fertigstellung von zwei Anlagen.

GETEC

Hintergrund

GETEC ist ein privates Unternehmen der Energiewirtschaft mit Sitz in Hannover. Die GETEC Gruppe gliedert sich in drei Bereiche. Für Energiehandel und -dienstleistungen ist die GETEC Energie AG zuständig.

GKM - Großkraftwerk Mannheim AG

Hintergrund

Die Großkraftwerk Mannheim AG (GKM) gehört zu 40 Prozent RWE, zu 32 Prozent EnBW und zu 28 Prozent der MVV RHE GmbH. Mit einer indirekten Beteiligung von 50,1 Prozent ist die Stadt Mannheim Mehrheitseigner von MVV RHE, weitere Gesellschafter sind EnBW (15 Prozent) und RheinEnergie (16 Prozent), der Rest ist im Streubesitz.

Mibrag

Hintergrund

Die Mibrag (Mitteldeutsche Baunkohle AG) wurde Anfang 2009 an den tschechischen CEZ-Konzern (u.a. Betreiber des umstrittenen Kernkraftwerks Temelin und größter Kohlekraftwerksbetreiber Tschechiens) sowie die Finanzgruppe J&T verkauft. Zuvor gehörte die Mibrag zwei amerikanischen Unternehmen.  

Mibrag betreibt zwei große Braunkohletagebaue in Ostdeutschland. Die Kohle des Tagebaus Profen in Sachsen-Anhalt wird vorwiegend im E.on-Kraftwerk Schkopau verfeuert. Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain in Sachsen beliefert das Kraftwerk Lippendorf, das von Vattenfall betrieben wird und an dem E.on und EnBW beteiligt sind. Um den Tagebau Vereinigtes Schleenhain zu erweitern, werden die Bewohner des Ortes Heuersdorf in Sachsen umgesiedelt. Die Bewohner setzten sich hiergegen – vergeblich – zur Wehr.

Um das geplante Braunkohlekraftwerk Profen zu betreiben, soll in Lützen in Sachsen-Anhalt ein neuer Tagebau errichtet werden. Mit den Probebohrungen wurde bereits 2006 begonnen.

RWE AG

Hintergrund

RWE ist der zweitgrößte Energiekonzern in Deutschland und eines der fünf größten Versorgungsunternehmen in Europa. Außer in Deutschland ist RWE vor allem in Großbritannien, den Niederlanden und Osteuropa tätig. RWE wurde 1898 in Essen gegründet, wo sich auch die Konzernzentrale befindet. Trotz des Versprechens "voRWEg gehen" (aktueller Werbeslogan; Stand 2010) zu wollen, liegt bei RWE der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung mit 12 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Und der größte Teil davon stammt nur aus bereits abgeschriebenen Wasserkraftwerken.

Die Kohlekraftwerke befinden sich alle in Nordrhein-Westfalen. Die vier großen Braunkohlekraftwerke von RWE zählen zu den sechs ineffizientesten Kraftwerken in Deutschland, mit den höchsten Kohlendioxid-Emissionen pro Kilowattstunde. Die Braunkohle stammt aus drei Tagebauen in Nordrhein-Westfalen. Für die Tagebaue wurden bereits mehrere Tausend Menschen umgesiedelt. Weitere Umsiedlungen – auch gegen den Protest der Bewohner – sind bereits geplant.

Südweststrom (SWS)

Hintergrund

Die Südwestdeutsche Stromhandels GmbH ist ein Zusammenschluss von über 50 Stadtwerken vorwiegend aus Baden-Württemberg und Bayern. SWS wurde 1999 gegründet um den Stromeinkauf der Stadtwerke zu bündeln und durch den gemeinsamen Einkauf von größeren Strommengen ihre Position im Wettbewerb mit den Energiekonzernen zu verbessern. Neben dem gemeinsamen Stromeinkauf bietet SWS ihren Gesellschaftern und Partnerunternehmen weitere Energiedienstleistungen an.

Für den Bau des Kohlekraftwerks in Brunsbüttel wurde 2005 die SWS StadtKraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co. KG gegründet. Darunter sind 100 Energieversorgungsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt, unter anderem auch viele Stadtwerke, Schweizer Stromunternehmen wie Repower (ehemals Rätia Energie) sowie die SWS Stromhandelsgesellschaft selbst (mit 1,8 Prozent).

Die SWS wirbt um weitere Beteiligungen und plant den Kraftwerksbau. Obwohl die meisten Beteiligten aus Bayern und Baden-Württemberg kommen, soll das Kohlekraftwerk im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel gebaut werden.

Neben dem Kohlekraftwerk Brunsbüttel untersucht SWS nach eigenen Angaben den Bau eines 400 MW Offshore-Windparks in der Nordsee. Die Gesellschafter investieren unabhängig von SWS in weitere eigene Projekte.

Trianel

Hintergrund

Trianel ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Stadtwerken, mit Sitz in Aachen. Trianel wurde 1999 von zunächst vier Stadtwerken gegründet. Inzwischen hat Trianel 44 Gesellschafter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und bezeichnet sich als „führende Stadtwerke-Kooperative in Europa“. Über Verflechtungen mit Tochtergesellschaften und Partnerschaftsverträgen sind insgesamt mehr als 80 Stadtwerke aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Luxemburg und der Schweiz mit Trianel verbunden. Die Geschäftszweige rund um Energie sind die vier Standbeine Versorgung, Großhandel, Dienstleistung und Projektentwicklung.

2007 wurde das erste Trianel-Gaskraftwerk mit 850 MW in Hamm / Westfalen in Betrieb genommen. Am Bau beteiligt waren 27 regionale Energieversorger aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. In Lünen und in Krefeld-Uerdingen (Nordrhein-Westfalen) plant der Verbund jetzt zwei neue Steinkohlekraftwerke mit jeweils 750 MW Leistung. Die Investitionen betragen jeweils über 1 Mrd. Euro. Zudem ist Trianel an dem geplanten Offshore Windpark Borkum-West II beteiligt.

Vattenfall

Hintergrund

Vattenfall ist einer der größten Stromkonzerne in Deutschland und Europa. Die Muttergesellschaft Vattenfall AB gehört dem schwedischen Staat. In Deutschland ist der Konzern seit 2002 unter dem Namen Vattenfall Europe AG tätig. Vattenfall Europe ist aus den vier Unternehmen Bewag, HEW, LAUBAG und VEAG entstanden. Mit massiver Werbung versucht Vattenfall sein Image in der Öffentlichkeit grün zu waschen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von Vattenfall beträgt nur 12 Prozent. 80 Prozent des Stroms kommen aus Braunkohle. Das schadet nicht nur dem Klima, sondern für die Tagebaue werden in der Lausitz (Brandenburg, Sachsen) auch tausende Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt.

Quelle/Erlaubnis: „Die Klima-Allianz“



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